In einer aktuellen amerikanischen Studie wurde mittels Magnetresonanz (MR) untersucht, ob es Unterschiede in der Vernetzung bzw. Plastizität von Nervenzellen zwischen aktiven Läufern und inaktiven Personen gibt. Erstmalig zeigt uns diese Studie, dass regelmäßiges Laufen zu einer signifikanten Zunahme der funktionellen Verbindung von Nervenzellen führt. Begründet wird dieser Prozess mit den längeranhaltenden koordinativen Anforderungen des Laufens, in Kombination mit dem aeroben Training (nach Raichlen et al., 2016).

Diese Erkenntnisse liefern uns eine gute Basis für zukünftige Forschungsarbeiten in Richtung neurodegenerative Erkrankungen des Nervensystems. Auf der anderen Seite wird uns wieder klar vor Augen geführt, wie wichtig Bewegung in der Schule, in der Ausbildung, im Arbeitsleben und danach ist, um längerfristig gesund und leistungsfähig zu werden bzw. zu bleiben.

Wie viel Lauftraining sollte man in der Woche machen, um seine Gesundheit zu fördern?

Diese Frage ist in Wirklichkeit gar nicht so einfach zu beantworten. Wir wissen mittlerweile aus zahlreichen Studien, dass wir als Grundlage ca. 30min Basisaktivitäten pro Tag benötigen, die wir an ca. 8.000-10.000 Schritten pro Tag festmachen können. Als Basiasaktivitäten zählen dabei lockeres Radfahren, Gehen, Treppensteigen, usw. Diese Tätigkeiten bringen uns allerdings im Besten Falle nicht außer Atem, sondern stellen wie bereits erwähnt eine Art Basisbewegung dar.

Aufbauend auf dieser Basisaktivität, werden 150min moderates Ausdauertraining pro Woche empfohlen. Moderat bedeutet dabei, dass wir schon etwas außer Atem kommen, aber uns noch locker mit unserem Trainingsbuddy unterhalten können. Geeignete Sportarten dafür wären eben Laufen, Nordic Walking, Radfahren, Wandern usw.

Wichtig:

Wenn du vorher keinen Sport gemacht haben, lassen dich von qualifiziertem Personal beraten, welche Sportart und in welcher Intensität und Umfang ausgeführt, für dich persönlich am besten geeignet wäre.

Lace up, warm up and go!