Sportgetränke versorgen uns mit Energie und sind die Grundlage für Höchstleistungen, suggeriert uns die Werbung. Sogar energy drinks oder Bier sollen angeblich unsere Leistungsfähigkeit erhöhen. Auf der anderen Seite gibt es Sportlerinnen und Sportler, die auf pures Wasser schwören und meinen, dass dort alles drinnen sei, was ein Mensch braucht……. die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte.

Um diese Fragestellung beantworten zu können, muss ich mir folgende 3 Punkte überlegen:

1. Welche Sportart werde ich betreiben? Wie intensiv? Gibt es Pausen dazwischen?
2. Wie lange wird meine Aktivität dauern?
3. Mit welcher Außentemperatur werde ich konfrontiert sein?

Je kürzer, je weniger intensiv und je weniger heiß, desto weniger wichtig wird das Sportgetränk. Eine „normale“ Flüssigkeitsversorgung von mind. 2 l pro Tag Wasser oder stillem Mineralwasser (wichtige Elektrolyte) sollte dafür ausreichend sein und stellt für die weiteren Schritte die sog. „Basisversorgung“ dar.
Wird meine Belastung länger als 1h und die Außentemperaturen steigen auf über 20°C, sollte ich mir schon über die Flüssigkeitsversorgung Gedanken machen.

Grundlagen:

Bei jeder körperlichen Betätigung kommt es zur Produktion von Wärme als physikalisches Endprodukt. Durch das Schwitzen versucht der Körper sich selber zu kühlen, und die Wärme über die Durchblutung der Extremitäten nach außen abzugeben. Je nach Außentemperatur und Intensität der Belastung, verlieren wir zwischen 0,8 und 3 Liter Flüssigkeit pro Stunde und damit vor allem Wasser, Salz, Kalium, Kalzium, Magnesium uvm. Gleicht man dies bei längeren Belastungen nicht aus, kommt es zum Leistungsabfall, Krämpfen, hohe Herz-Kreislaufbelastungen, Schwindel, schlechte Regeneration, Depression des Immunsystems etc.

Wie sollte das optimale Getränk nun sein?

Das Getränk sollte auf alle Fälle hypoton bis maximal isoton sein, d.h. die Konsistenz bzw. Stoffmenge des Getränks ist dünner bis maximal gleich dick wie unser Blut. An dieser Hürde scheitern schon mal Cola, energy drinks, Bier, Fruchtsäfte oder Limonaden, da sie dem Körper Wasser entziehen, um die erforderliche Konsistenz zu erreichen.

Auf der anderen Seite ist Wasser alleine zu dünn und kann bei langen, intensiven Belastungen mit hohem Schweißverlust nicht mehr aufgenommen werden, da es die Elektrolytkonzentrationen (Natrium) weiter senken würde (Wasservergiftung).

Zusammengefasst sollte man bei Belastungen über 1h zu hypotonen oder isotonen Sportgetränken greifen wie z.B.:

  • Wasser (oder stilles Mineralwasser) mit Fruchtsaft und eine Prise Salz
  • Elektrolytgetränke (z.B. Power Bar Isoactive oder Peeroton Immun Activ Manager) mit etwas mehr Wasser verdünnen
  • in Wettkämpfen oder bei besonders langen Trainingseinheiten (ausg, Fettstoffwechseltraining) zusätzlich Vitamine und kurz- bzw. langkettige Kohlenhydrate (Glukose, Fructose und Maltodextrin) in Form von Sportgetränken, Gels oder Riegel

Achtung: Viele Sportgetränke sind zu dick und sollten optimalerweise mit etwas mehr Wasser verdünnt werden. Teste dein Sportgetränk vor dem Wettkampf im Training auf Verträglichkeit aus und erstelle dir einen Trink- und Ernährungsplan.

Deine Vitalyzed Experten helfen dir gerne weiter!