Distorsionen (Verdrehung) der Bandstrukturen im Sprunggelenk gehören zu den häufigsten Sportverletzungen (40 – 50% aller Verletzungen im Fußball oder Volleyball). Erfolgreiche präventive Strategien müssen dabei an den Risikofaktoren ansetzen – namhafte Experten sprechen sich demnach für die Integration von sensomotorischen Trainingsmodalitäten für die Primärprävention aus.

In Studien konnte gezeigt werden, dass das Verletzungsrisiko mittels Balancetraining um 36 % reduziert werden kann. Durch die Kombination von Balance-, Kraft- und Sprungtraining konnte das Verletzungsrisiko sogar um 50 % reduziert werden. Dabei ist ein stärkerer präventiver Effekt bei Personen mit früherer Verletzung im Sprunggelenk anzunehmen.

Um einen präventiven Effekt zu erlangen, sollte das sensomotorische Training mindestens 2x/Woche zu mindestens 10 min an Wackelbrettern, Weichmatten oder sonstigen instabilen Geräten durchgeführt werden (nach Zech & Hübscher, 2012).

Unser Tipp:

Stelle dich 2x/Woche je 5 min einbeinig (barfuß) vor dem Spiegel und versuche dein Standbein so ruhig und gerade wie möglich zu stabilisieren. Halte die Schultern und das Becken gerade, das Knie leicht gebeugt und die Zehenspitzen zeigen gerade nach vorne.

Wenn das gut gelingt, erhöhe den Schwierigkeitsgrad, indem du eine Yogamatte zusammenrollst und diese als Standfläche benützt.