Laufen ist eine der beliebtesten Sportarten schlechthin. Einfach durchzuführen, mit wenig Ausrüstung und mit großer Wirkung auf unsere Gesundheit. Dennoch schleichen sich in der Praxis immer wieder Trainingsfehler beim Laufen ein, die den Laufgenuss nachhaltig trüben. Die Folge sind oftmals Verletzungen oder keine positive Weiterentwicklung. Wir möchten euch aus unserer jahrelangen Erfahrung die 10 wichtigsten Punkte zusammenfassen, damit euch das nicht passiert.

 

TOP 10 Trainingsfehler beim Laufen

 

  1. Aufwärmen muss nicht sein: Wenn man sich die typischen Läufer ansieht muss man leider feststellen, dass sich weniger als 10% wirklich aufwärmen. Und seien wir mal ehrlich, wärmt ihr euch immer auf? Wir haben heute das Problem, dass unsere Gelenke durch das lange Sitzen im Büro, im Auto usw. für das Laufen nicht bereit sind. Die Folge sind verstärkte Abnützungen des Gelenkknorpels, da dieser zu wenig mit der Gelenksflüssigkeit gemschmiert wird. Bewegt daher alle wichtigen Gelenke wie das Sprunggelenk, Kniegelenk, Hüfte, Brustwirbelsäule, Schulter 20-30x kreisend durch und beginnt die Einheit mit langsamen Eingehen oder Traben für Fortgeschrittene.
  2. Techniktraining bringt mir nichts: In jeder anderen Sportart hat man bereits den Nutzen einer guten Technik erkannt. Was versteht man eigentlich unter der Technik? In Wirklichkeit geht es darum, dass die Gelenke und die Muskelschlingen sich sehr ökonomisch und effizient interagieren. Die Gelenksbelastung nimmt dadurch ab und die Laufeffizienz nimmt zu. Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten sozusagen. Voraussetzung dafür ist eine Laufenalyse, die ihr unter www.vitalyzed.com/diagnostik findet.
  3. Ich mache immer das gleiche: Hier fällt mir ein Zitat von Albert Einstein ein:“ Verrückt ist der, der immer die gleichen Dinge tut, aber andere Ergebnisse erwartet.“ Es ist natürlich verlockend für uns, immer die gleiche Trainingsroutine zu haben und sich auf die eigenen Stärken zu fokussieren. Unser Körper funktioniert aber leider nicht so wie wir das glauben. Unterschiedliche Trainingsreize und Trainingsmethoden bringen uns weiter!
  4. Die Kilometer sind das wichtigste: Wer von uns Läufern kennt das nicht, wir definieren uns selber über die gelaufenen Kilometer oder über die gelaufene Geschwindigkeit. Dabei ist die Qualität mindestens genauso wichtig, wie die Quantität. In welcher Technik bin ich gelaufen? Habe ich es geschafft im Grundlagenpuls zu bleiben? Heute hatte ich richtig Spaß beim Laufen! Diese Punkte sollten mehr Beachtung finden als der reine Fokus auf die Hard Facts.
  5. In kurzer Zeit zu großen Erfolgen: Ich bin den letzten Wochen nur selten gelaufen, aber ab heute laufe ich 3 bis 4x pro Woche, damit ich in 6 Wochen beim Halbmarathon teilnehmen kann. Gratulation, du bist damit am besten Wege zur Verletzung! Unser Körper braucht , Zeit! Obwohl unsere Muskulatur und unser Herz-Kreislaufsystem relativ rasch in der Lage ist, schnelle Einheiten und große Distanzen zu absolvieren, sollten wir auf einen wichtigen Bereich nicht vergessen. Unsere Sehnen, Bänder und Knochen brauchen deutlich länger um sich auf die neue Herausforderung einstellen zu können.
  6. Schnelles Training bringt mich schnell voran: Viele Läufer glauben noch immer, dass nur schnelles Training sie schneller macht. In Wirklichkeit ist es die perfekte Mischung aus langsamen Grundlageneinheiten und schnellen Einheiten wie z.B. Intervalle. Polarisierung ist das Zauberwort!
  7. Kraftraining brauche ich als Läufer nicht: Wenn wir an Krafttraining denken, dann stellen wir uns Hanteln und schwere Gewichte vor, die wir brüllend in die Höhe stemmen. Krafttraining für Läufer sieht in der Praxis allerdings ganz anders aus. Läufer brauchen vor allem stabile Gelenke um die tausenden Laufschritte gut abpuffern zu können. Regelmäßiges Stabitraining ist die Grundvoraussetzung für lange Laufeinheiten.
  8. Beweglichkeit – für was? „Ich bin doch kein Tänzer oder eine Ballerina, nein, Beweglichkeit brauche ich nicht.“ Beweglichkeit ist genau so wichtig wie Stabilität. Die Frage ist nur in welchem Gelenk und in welcher Körperachse. Wenn z.B. das Sprunggelenk zu wenig beweglich ist, holt sich der Körper die Beweglichkeit meist aus dem Kniegelenk und kompensiert damit die Einschränkung. Man kann sich das wie ein Uhrwerk vorstellen. Wenn ein Zahnrädchen nicht mehr funktioniert, bleibt das gesamte System stehen.
  9. Ich laufe das ganze Jahr durch: „Pause brauche ich nicht oder kann ich mir nicht leisten, da ich dadurch langsamer werde.“ Blödsinn! Gerade durch die kluge Anordnung von regenerativen Wochen werden wir besser und steigern unsere Leistungsfähgkeit. Kein Leistungssportler trainiert das ganze Jahr über gleich durch und hat das ganze Jahr über die gleiche Leistungsfähigkeit! Gönne dir jeden Monat eine Woche mit weniger Einheiten und 2 Wochen Sommerpause und/oder Winterpause. Das bringt dich weiter und hält die Motivation hoch!
  10. Regeneration brauchen nur Leistungssportler: Ausreichend Schlaf, Sauna, Massagen, Faszienrollen, regenerative Einheiten, Dehnungsübungen sind auch für Hobbyläufer essentiell. Halte deinen Körper in Balance und dazu gehören auch entspannende Einheiten.

Vermeide diese Trainingsfehler und lass dich von den Vitalyzed Laufexperten beraten!