Eine Zunahme der arteriellen Wandstärke in der Carotis (Halsschlagader) um 0,1 mm aufgrund atherosklerotischer Umbauvorgänge erhöht das relative Risiko einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden um 18% bzw. 15% und ist demnach ein wichtiger Prädiktor in der Prävention von HK-Erkrankungen. Neue Erkenntnisse zeigen, dass ein geringer Fitnesszustand mit einer erhöhten Wandstärke und carotischem Plaque in Verbindung stehen.

Faktum ist, dass die arterielle Wandstärke in der Peripherie anscheinend schneller an das Training adaptiert als in der Carotis. Um die Arterienwand in der Halsschlagader längerfristig zu reduzieren und das Lumen zu erhöhen, scheinen vor allem intensives oder umfangreiches aerobes Ausdauertraining mit zusätzlichem Krafttraining besonders wirkungsvoll zu sein (Dosis-Wirkungs-Prinzip).

Auf die Wandstärke der Halsschlagader optimal einwirkende Trainingsprotokolle existieren allerdings noch nicht – dazu bedarf es noch weiterer Studien (nach Thijssen et al., 2012). Festzuhalten bleibt, dass eine eindeutige Tendenz in Richtung tägliches Training im Grundlagenausdauerbereich zu erkennen ist.